Mut

Aristoteles setzte den Mut genau zwischen Feigheit und Tollkühnheit und klärte damit eine Verwechslung, die bis heute wiederkehrt. Mut ist nicht die Abwesenheit von Furcht — das wäre Unempfindlichkeit, keine Tugend, sondern ein Mangel an Urteil. Mut ist Handeln trotz Furcht und setzt voraus, dass die Furcht da und berechtigt ist.

Die Zitate dieses Themas drehen sich fast alle um diese Unterscheidung. Die nützlichsten feiern keine großen Gesten, sondern kleine: in einer Besprechung etwas sagen, einen Fehler zugeben, etwas ohne Garantie beginnen. Helen Keller, die hier oft auftaucht, schrieb aus einem Leben, in dem alltägliche Handlungen eine Entscheidung verlangten.