Wie arm sind jene, die keine Geduld haben! Welche Wunde heilte je anders als nach und nach?
William Shakespeare (1564–1616) war englischer Dramatiker und Dichter, Verfasser von etwa achtunddreißig Stücken und hundertvierundfünfzig Sonetten. Er schrieb für das öffentliche Theater und ein Publikum aller Stände; sein Einfluss auf die englische Sprache ist so groß, dass viele seiner Wendungen heute Alltagssprache sind.
Über das Thema: Geduld
Geduld hat es schwer in einer Zeit, die in Ladezeiten gemessen wird. Dennoch trennt fast jede Tradition, die darüber schrieb, zwei Dinge, die die Alltagssprache vermengt: Warten und Aushalten. Das erste ist passiv, das zweite nicht. Das lateinische patientia kommt von einem Verb, das erleiden und tragen bedeutet — etwas aktiv Getragenes, kein Leerlauf.
Mehr von William Shakespeare
- Unsere Zweifel sind Verräter und rauben uns oft das Gute, das wir gewinnen könnten, weil wir den Versuch fürchten.
- Die ganze Welt ist Bühne, und alle Frauen und Männer bloße Spieler.
- Liebe alle, vertraue wenigen, tu keinem Unrecht.
- An sich ist nichts weder gut noch böse; das Denken macht es erst dazu.
- Der Narr hält sich für weise, aber der Weise weiß, dass er ein Narr ist.
Mehr zu Geduld
- Tropfen für Tropfen füllt sich der Wasserkrug.— Buddha
- Steter Tropfen höhlt den Stein, nicht durch Kraft, sondern durch Beharrlichkeit.— Ovid
- Wer einst fliegen lernen will, der muss erst stehen und gehen lernen.— Friedrich Nietzsche
- Korn für Korn ein Brot, Stein für Stein ein Palast.— Kroatisches Sprichwort
- Man lehrte mich, dass der Weg des Fortschritts weder schnell noch leicht ist.— Marie Curie